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Katholisches Leben in Potsdam

Eine katholische Kirchengemeinde in Potsdam wurde erst im Jahre 1722 durch den Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. wieder zugelassen, denn zur politischen, wirtschaftlichen und militärischen Stärkung Preußens holte er sich Fachkräfte aus vielen Ländern Europas nach Potsdam unter denen auch zahlreiche Handwerker und Soldaten katholischen Glaubens waren.

Sie wurden vom König in ihrer Glaubensausübung wohlwollend toleriert. So ließ der König 1723/1724, fast 180 Jahre nach Einführung der Reformation in Potsdam, eine bescheidene katholische Fachwerkkirche auf dem Hof der damaligen Gewehrfabrik errichten.

Die Gemeinde St. Peter und Paul gehört zum Erzbistum Berlin und ist dadurch Teil der römisch-katholischen Weltkirche mit über einer Milliarde Mitgliedern. Die Einheit ist auch organisatorisch gegeben durch das „Petrus-Amt im Dienst der Einheit“, das Papst Benedikt XVl. als 265. Nachfolger des Heiligen Petrus auf dem Bischofstuhl in Rom innehat. So kann unsere Kirche auf eine ungebrochene Tradition und Kontinuität von den Aposteln an, denen Jesus Christus selbst Sendung und Vollmacht übertrug, bis heute zurückschauen. Die Bischöfe als Nachfolger der Apostel leiten jeweils eine „Ortskirche“ (Bistum) und stehen in „Communio“ (Gemeinschaft) miteinander als Garanten der Einheit auch für alle katholischen Christen weltweit.

Die katholische Kirche hat (wie die orthodoxen Kirchen) die Fülle der sieben Sakramente in ihrer Geschichte bewahrt. Taufe, Firmung und Eucharistie als die Sakramente der Eingliederung, Bußsakrament als Feier der Versöhnung mit Gott, Krankensalbung zum Trost und zur Stärkung der Kranken, das Ehesakrament als Zeichen der Liebe und Treue Gottes, das Weihesakrament in den drei Stufen: Diakonenweihe, Priesterweihe und Bischofsweihe.

Für die Katholische Kirche kommen Schrift und Tradition aus der „einen Quelle der göttlichen Offenbarung“. Die besten Interpreten des Evangeliums sind die Heiligen, an erster Stelle die Jungfrau und Gottesmutter Maria. Die Heiligen werden verehrt, aber niemals angebetet. Die Anbetung ist allein Gott vorbehalten. Die Heiligen werden als Fürsprecher angerufen, gehören sie doch mit uns zur „Communio sanctorum“ als vollendete Glieder des „Leibes Christi“, während wir auch für unsere Verstorbenen beten, die noch am „Ort der Reinigung“(purgatorium) auf diese Vollendung warten müssen.

Die drei Hauptaufgaben der Kirche sind:

  • Gottesdienst feiern,
  • den Glauben verkünden,
  • und den Menschen dienen.

In der Enzyklika „Fides et Ratio“ schreibt Papst Johannes Paul II an die Bischöfe der katholischen Kirche über das Verhältnis von GLAUBE UND VERNUNFT.