ST. PETER UND PAUL

Katholische Kirchengemeinde Potsdam

Tikkun Olam - die Welt heilen

Einladung zum Jüdisch-Christlichen Dialog im Benediktinerkloster St. Gertrud, Alexanderdorf am 5. Juni 2016, Beginn um 14.30 Uhr > Programm. Um Anmeldung wird gebeten > Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Religiöser Dialog auf dem Weg der Versöhnung

Zu diesem aktuellen Thema fand am 4. November auf Initiative der Potsdamer „Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit" (GCJZ) ein Podiumsgespräch anlässlich des 50. Jahrestages der Verabschiedung des Konzilsdokumentes „Nostra Aetate" sowie des Hirtenbriefes der polnischen Bischöfe an ihre deutschen Amtsbrüder „Wir vergeben und bitten um Vergebung" statt. Für Barniske AGK Prof Heinz Krajewski Interreligiser Dialog 0002 kdiesen Abend konnten namhafte Referenten und Gesprächspartner gewonnen werden: Prof. Hanspeter Heinz, Leiter des Gesprächskreises „Juden und Christen" beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken, Träger der Buber-Rosenzweig-Medaille 2015 und Prof. Stanislaw Krajewski, jüdischer Co-Vorsitzender des Polnischen Rates von Christen und Juden. Die Moderation des Gesprächs übernahm Tobias Barniske von der Potsdamer GCJZ. > weiterlesen

„Synagoge und Kirche. Die Typologie von Altem und Neuem Testament"

Am Mittwoch, 15. Juli um 19.00 Uhr hält im Rahmen der Veranstaltungen der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Diakon Prof. Dr. Johann Ev. Hafner, seinen Vortrag zum Thema „Synagoge und Kirche. Die Typologie von Altem und Neuem Testament".

In der christlichen Schriftauslegung hat sich von Anfang an die typologische Lesung entwickelt: Gläubige lesen die Texte als Erfüllung von alttestamentarischen Verheißungen. Dies geschah zunächst, um zu belegen, dass der christliche Glaube sich aus der israelitischen Religion entwickelt hat und nicht etwa aus griechischen Religionen stammt. Bald wurde die Erfüllung als Überbietung und das Urbild-Nachbild als Fehlform-Vollform verstanden. Während Adam-Christus- oder Eva-Maria-Parallelen zum Verständnis innerhalb der eigenen Heilsgeschichte dienen, wird mit der Synagoge-Kirche-Parallele das Verhältnis zum Judentum als Konkurrenz dargestellt. Im Hintergrund steht das »Gleichnis von den törichten und klugen Jungfrauen« sowie eine Paulusstelle vom »Schleier ihres Herzens«, Bilder, die zur Geschichte des Antijudaismus beigetragen haben. Das Motiv der Entmachtung von Königin Synagoge durch Ecclesia kommt in der karolingischen Zeit auf und wird als Frauenpaar sogar Teil der Kreuzigungsdarstellungen. Anhand von Glasfenstern und Bibelillustrationen wird gezeigt, inwiefern die Konkurrenz als Überbietung oder Wettstreit oder Ergänzung verstanden werden kann.

 
Vortrag von Weihbischof Laun aus Salzburg

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Potsdam lud im Februar 2014 zu einem Vortragsabend unter dem  Thema: „Die Liebe eines Christen zum Judentum" Gedanken zum Verhältnis von Juden und Christen von Weihbischof Dr. Andreas Laun, Salzburg ein.

Dr. Andreas Laun studierte bis 1962 Philosophie an der Universität Salzburg. 1962 und 1963 folgte ein Noviziat bei den Oblaten des hl. Franz von Sales in Eichstätt, Bayern, wo er 1963 auch sein Theologiestudium startete. Am 17. September 1966 legte er das ewige Gelübde für den Orden ab und setzte sein Studium der Theologie verbunden mit einem Diplomstudium für Französisch in Fribourg in der Schweiz fort. 1967 wurde er in Trier zum Priester geweiht.

Es folgten Jahre als Erzieher, Religionslehrer und Kaplan unter anderem in Ingolstadt und Wien, bevor er 1973 sein Doktorat an der Universität Fribourg ablegte. 1974 wurde Laun Assistent für Moraltheologie an der Universität Wien, wo er 1981 auch habilitierte. In den frühen 1980er Jahren war er Professor für Moraltheologie an der Hochschule Heiligenkreuz und an der Hochschule der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern, Bayern. Für zwei Jahre kehrte er nach Eichstätt als Rektor des Ausbildungshauses der Oblaten des hl. Franz von Sales zurück, um sich 1987 endgültig Aufgaben in Wien zu widmen. Er war Geistlicher Assistent des Katholischen Familienwerkes (1986 bis 1989), dann Geistlicher Assistent des Katholischen Familienverbandes (1989 bis 1995) und Generalsekretär der Wiener Katholischen Akademie, schließlich auch noch Pfarrmoderator in Wien-Kahlenbergerdorf.

Am 25. März 1995 weihte ihn Erzbischof Georg Eder zum Weihbischof für Salzburg. Als solcher ist Laun Bischofsvikar für die Seelsorge an Ehe und Familie. Sein Wahlspruch lautet: Scio cui credidi (Ich weiß, wem ich geglaubt habe (2 Tim 1, 12)).   (Quelle: Salzburgwiki)