ST. PETER UND PAUL

Katholische Kirchengemeinde Potsdam

Wie wird der Berliner Erzbischof gewählt? 

Wahl und Ernennung des Erzbischofs von Berlin sind durch das Kirchenrecht, das Preußische Konkordat von 1929 und die Statuten des Berliner Kathedralkapitels von 1988 geregelt.

Das Metropolitankapitel stellt nach Diskussion und Wahl eine vom Umfang her nicht festgelegte Kandidatenliste auf, die über die Apostolische Nuntiatur beim Heiligen Stuhl eingereicht wird. Ebenso können die Bischöfe des ehemaligen Freistaates Preußen Kandidaten präsentieren. Unter Würdigung dieser Vorschläge erstellt der Heilige Stuhl eine Liste mit drei Kandidaten, die sog. „Terna", aus denen das Kapitel einen zu wählen hat. Wahlberechtigt sind die sechs residierenden und der nichtresidierende Domkapitular.

Mitglieder des Metropolitankapitels
Dompropst
Prälat Ronald Rother

Die residierenden Domkapitulare
Weihbischof Dr. Matthias Heinrich
Prälat Dr. Stefan Dybowski
Prälat Tobias Przytarski, Diözesanadministrator
Domkapitular Msgr. Martin Pietsch
Domkapitular Msgr. Ulrich Bonin

Der nichtresidierende Domkapitular
Msgr. Winfried Onizazuk

Nach erfolgter Wahl wird zunächst der Gewählte gefragt, ob er die Wahl annimmt. Danach fragt das Domkapitel gemäß Preußen-Konkordat bei der Regierung an, ob Bedenken politischer Art gegen den Gewählten bestehen.
Erheben die Landesregierungen keinen Widerspruch, teilt das Domkapitel über die Apostolische Nuntiatur dem Heiligen Stuhl die Wahl, den Namen des Gewählten und die Antwort der Landesregierungen mit. Darauf erfolgt die päpstliche Ernennung des Gewählten zum Erzbischof von Berlin. Die Bekanntgabe erfolgt zeitgleich im Vatikan und in der Berliner Bischofskirche, der St. Hedwigs-Kathedrale in der Regel an einem Werktag um 12.00 Uhr.

Kardinal Woelki erhält Petition zur Reform
Wo Glauben Raum gewinnt"

KNA vom 31. Januar 2014 - Gregor Krumpholz:  Kardinal Rainer Maria Woelki hat am Freitag eine von mehr als 2.800 Katholiken unterzeichnete Petition" zur Reform des Erzbistums Berlin entgegengenommen. Ein Initiativkreis überreichte ihm die Unterschriften im Erzbischöflichen Ordinariat. Sie wurden seit vergangenem Herbst in Berlin, Brandenburg und Vorpommern gesammelt. Woelki hatte die Reform vor gut einem Jahr eingeleitet.  Die Petition wendet sich vor allem dagegen, die derzeit 105 Kirchengemeinden bis 2020 zu rund 30 Großpfarreien zusammenzulegen. Stattdessen plädieren die Unterzeichner für kooperierende Gemeinschaften von Pfarreien, die in ihrem gegenwärtigen kirchenrechtlichen und finanziellen Status verbleiben.

Als Vertreter der Initiativgruppe sagte der frühere Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Hans Joachim Meyer, die Unterstützer der Petition teilten "die Sorge, wie trotz des zunehmenden Priestermangels die Pastoral im Erzbistum lebendig bleiben kann". Allerdings fragten sie sich, ob dies durch die Umstrukturierungen gelingen könne. Die meisten Katholiken erlebten die Kirche in ihren Gemeinden. Die bereits vor zehn Jahren erfolgten Gemeindefusionen hätten dazu geführt, dass das Erzbistum "nicht wenige Menschen dabei verloren" habe.
An dem Treffen nahm auch der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse teil, der ebenfalls dem ZdK angehört. Er erklärte, es gehe den Kritikern um eine andere Vorstellung über "Weg und Ergebnis" des Reformprozesses. Dieser müsse von den Erfordernissen der Gemeinden ausgehen, "nicht von der Zahl der zur Verfügung stehenden Priester".  
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